Vereinsgeschichte - Gesundheit für Alle

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Über uns

Vereinsgeschichte
Die Gründung

Der Verein „Gesundheit für Alle. Universität Mainz e. V.“ wurde am 3. Juni 1985 gegründet. Er hieß zunächst „Gesundheit für alle e. V. für Herzsport und -therapie".

Die Gründungsversammlung leitete Steuerberater Dr. Rainer Krein, Protokollant war Herr Rainer Stock, Prof. Dr. med. K. Jung begrüßte die Versammelten. Anwesend waren 29 Abstimmberechtigte vorwiegend aus dem Fachbereich „Sport“ der Johannes Gutenberg-Universität.

Sie wählten die Diplomsportlehrerin Brunhilde Schumann zur 1. Vorsitzenden, den damaligen Sportstudenten Joachim Hefele zum 2. Vorsitzenden, den Rentner Richard Oswald zum Schatzmeister und zu Kassenprüfern die Herren Günter Hellmann und Helmut Vogt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Die Allgemeine Zeitung Mainz berichtete am 7. Juni 1985: „Die Initiative zu diesem außergewöhnlichen Sportverein ging von der Koronarsportgruppe im Fachbereich „Sport“ der Johannes Gutenberg-Universität aus, wo Herzinfarktgeschädigte und Bypasspatienten schon seit längerem Sport als Rehabilitationsmaßnahme betreiben.“

Nach dem Eintrag ins Vereinsregister sollte die Arbeit durch den Programmpunkt „Schwimmen“ und ein Angebot für wenig belastbare Herzpatienten geschaffen werden.

Der erste Vorstand

Den ersten Vorstand führte die damalige Diplomsportlehrerin und Doktorandin Brunhilde Schumann, die zu diesem Zeitpunkt über das Thema „Erfolge ambulanter kardialer Rehabilitation nach Herzinfarkt unter besonderer Berücksichtigung der körperlichen Aktivität“ promovierte.

Als besondere persönliche Motivation zur Gründung des Vereins nannte sie in einem Brief an die Mitglieder, dass es in Mainz und Umgebung nur wenige Koronarsportgruppen gab und keine echten Übungsgruppen für weniger Belastbare, keine Schwimmgruppen und keine Präventionsgruppen für Risikopatienten. Sie plädierte für den Aufbau einer Schwimmgruppe.

Der 2. Vorsitzende, Joachim Hefele, war zum Zeitpunkt der Vereinsgründung Sportstudent für die Fächer Sport und Geographie. Erster Schatzmeister war der Rentner Richard Oswald, der bis 1984 als Industriemeister tätig gewesen war. Nach einer Bypassoperation 1983 hatte er sich der Koronarsportgruppe angeschlossen.

Der Schriftführer Rainer Stock studierte Sport und Englisch für das Lehramt. Wie der 2. Vorsitzende Hefele war er Teilnehmer des Seminars „Ambulante kardiale Rehabilitation“ bei Prof. Dr. Jung und Frau Schumann. Dieses Seminar scheint die Initialzündung für die Vereinsgründung gewesen zu sein.

Ausbau des Übungsangebots

Aus der Berichterstattung der „Allgemeinen Zeitung“ und den vereinseigenen Jahreskalendern, die seit 1988 erschienen, lässt sich der Ausbau des Übungsangebots gut rekonstruieren.

Seit Oktober 1986 gab es eine Präventionsgruppe für stressgeplagte Patienten mit Bluthochdruck oder Übergewicht, die etwas für ihre Gesundheit tun wollten. Die erste (undatierte) Broschüre des
Vereins „Wir informieren“ enthält ein Grußwort von OB Jockel Fuchs, aus dem hervorgeht, dass es 1985 in Deutschland über 1200 Herzsportgruppen gab. Der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats, Prof. Dr. med. K. Jung, Leiter der Abteilung Sportmedizin, konnte schon in dieser ersten, wahrscheinlich im Sommer 1986 erschienen Publikation darauf verweisen, dass es eine Trainings-, eine Übungs- und eine Schwimmgruppe gab.

Ab November 1987 gab es im Neubrunnenbad spezielle Übungsstunden für Hüftgelenksarthrose-Erkrankte (AZ 3.11.1987) Bei einer Tagung „Fit durch den Winter“ informierte der Verein im gleichen Monat in Vorträgen des Diplom-Psychologen Dr. Einsiedel zum Thema „Psychische Fitness gegen winterliche Stimmungstiefs“ und Prof. Dr. K. Jung referierte über Vollwertkost, mit der man Übergewicht und Stoffwechselkrankheiten vorbeugen kann. (MRZ, 24.11.1987) Schon im Februar 1988, keine zwei Jahre nach Vereinsgründung, berichtete die AZ, dass der Verein seine Mitgliederzahl von anfänglich 20 auf 180 gesteigert hatte.

Zu diesem Zeitpunkt gab es neben der Herzgruppe die kurz zuvor gegründete Hüftgelenksarthrosegruppe, die Präventivgruppe, zwei Schwimm- und zwei Krebsgruppen. Der Landessportbund förderte die Krebsnachsorge im Rahmen des Projekts „Frau im Sport“ (AZ, 24.2.1987) In dieser Zeit hatte der Verein ein „Luxusproblem“: er konnte neue Mitglieder nicht mehr aufnehmen, weil es nicht genügend viele Hallen für den rasch wachsenden Verein mit seinem immer differenzierten Übungsangebot mehr gab. (AZ, 24.2.1987)

Neben den wöchentlichen Übungs- und Trainingseinheiten gab es gemeinsame Wanderungen, Grillabende und Freizeiten, z.B. Skifreizeiten im Februar 1988 und März 1989 in Farchant, Vorträge und Fortbildungen.

Beispielhaft für die ersten Jahre des Vereins sollen die Veranstaltungen des Jahres 1988 zusammengestellt werden. Prof. Dr. Hermann Salomon, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Vereins Gesundheit für alle, Professor für angewandte Sportpädagogik, Deutscher Rekordhalter im Speerwurf und Fünfkampf und Teilnehmer an den Olympischen Spielen 1960, 1964 und 1968 sprach zum Thema „Nicht nur der Sieger gewinnt" (2.2.1988).

Dr. med. Knut Lüttecke, Betreuer der Herzsportgruppe und Arzt für Allgemeinmedizin referierte am 10. 3.1988 zum Thema „Was tun bei arteriellen oder venösen Durchblutungsstörungen der Beine“. Am 19.4.1988 beschäftigte sich Prof. Dr. Willi Petter, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Vereins Gesundheit für Alle, Dekan des Fachbereichs Sport und Professor für angewandte Sportpädagogik, mit dem Thema „Rezepte für den Umgang mit aggressiven Handlungen“. Im Juni 1988 gab es den 3. „Gesundheitstag“, „Gesund durch den Urlaub“.

Am 8.7.1988 gab es einen Grill-Abend, am 17.9.1988 eine Wanderung im Binger Wald. Dr. med. Angelika Westen-Kramer, Betreuerin der Krebssportgruppe und Assistentin an der Universitäts-Frauenklinik beschäftigte sich am 6.10.1988 mit „Wegen zu neuer Lebensfreude“. Im gleichen Monat gab es einen vierzigstündigen Fortbildungskurs für Ärzte in ambulanter und kardialer Prävention und Rehabilitation.

Im November fand eine sechsteilige Vortragsreihe mit Dr. Eckehard Einsiedel „Zivilisationsbedingte Risikofaktoren“ statt, in der es um Stress- und Diskrepanz-Forschung, um Zivilisationsschäden, um Genussgifte und Abhängigkeit und um Drogen ging. Im Dezember beschäftige sich Frau Gisela Jung mit der Praxis der Vollwertküche „Kochen und Backen zur Weihnachtszeit ohne Reue“ und schließlich gab es dann noch die Weihnachtsfeier in den Rats- und Zunftstuben "Zum Heilig Geist“ am 10.12.1988.

Zum fünfjährigen Bestehen des Vereins zeichnete Dezernentin Gisela Thews die Vereinsvorsitzende Brunhilde Schumann, Richard Oswald und Prof. Dr. Klaus Jung anlässlich einer Geburtstagsfete mit Tombola aus. Der Reinerlös des Festes ging an die kardiologische Kinderabteilung der Universitätsklinik. Prof. Dr. med. Jürgen Meyer, Prof. für Innere Medizin, der damalige Leiter der II. Medizinischen Klinik, der auch Mitglied des wissenschaftlichen Beirats war, referierte im Januar 1989 über „Einsatzmöglichkeiten der Herzkathetertechnik und der interventionellen Kardiologie“.

Die anderen Referenten des Jahres 1989, der Mainzer Allgemeinmediziner Dr. med. Günther Faust, der Dozent im Institut für Rehabilitation und Behindertensport der Deutschen Sporthochschule in Köln Dr. rer. Nat. J. Innenmoser und Prof. Dr. med. Hartmut Dunkelberg vom Hygiene-Institut der Johannes Gutenberg-Universität beschäftigten sich mit den folgenden Themen: „Das Reisen ist des Deutschen Lust „(Faust), Asthma und Sport“ (Innenmoser) und „Die zentrale Bedeutung des Immunsystems für die Gesundheit“ (Dunkelberg).

An der Gesundheitstagung im November 1989 hatten 120 Interessierte teilgenommen, während die Vorträge nicht so besucht wurden, wie sich die Veranstalter das erhofft hatten. Im Vorwort zum Jahreskalender 1990 konnte die Vereinsvorsitzende Schumann über die Entwicklung in den ersten fünf Jahren ein erstaunliches Fazit ziehen: aus den ersten zwei Herzgruppen bei der Vereinsgründung waren bis 1990 schon 21 geworden. Neu gegründet wurde eine Gruppe für Diabetiker und ein Tanzkurs für Herz- und Präventionspatienten.

Die Zahl der Mitglieder war inzwischen auf mehr als 300 angestiegen. 22 ehrenamtlich tätige Ärzte arbeiteten im Verein neben dem wissenschaftlichen Beirat mit. (Jahreskalender 1990) Die Angebote im geselligen Bereich beinhalteten erstmals den Besuch einer Fastnachtssitzung beim Mainzer Narrenclub im Haus der Jugend am 12.1.1990. Das wiederholte sich mindestens von 1991 bis 1993 jährlich.1990 gab es für Herzpatienten drei Übungsgruppen, drei Trainingsgruppen und eine Schwimmgruppe.

Zum „Gesundheitspark“ gehörten eine Präventionsgruppe für Personen mit Herz- und Kreislauferkrankungen und eine für Übergewichtler und Hypertoniker sowie eine Diabetikergruppe. Neben zwei Krebsgruppen für Frauen mit Mamma-Ca und drei Gruppen für Wirbelsäulengymnastik hatte der Verein noch eine Arthrosegruppe für Personen mit Hüftgelenksarthrose, eine Gruppe mit Fitnessgymnastik für Jedermann und fünf Gruppen für Asthmatiker und Allergiker im Programm, drei für Erwachsene und zwei für Kinder. 1991 stieg die Mitgliederzahl auf 380.

Zu zwei Fahrten ins Elsass kam erstmals nach der gerade vollzogenen Wiedervereinigung eine Fahrt nach Dresden und in die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge ins Reiseprogramm, zu dem auch noch eine Fahrt zur Fastnacht in Rottweil gehörte. Das Jahr 1992 brachte große personelle Veränderungen im Vorstand, in der Geschäftsstelle und bei den Übungsleitern.

Die Vorsitzende Dr. Brunhilde Schumann erklärte auf der Generalversammlung am 21.2.1992 ihren Rücktritt mit Wirkung vom 22.2.1992. Die anderen Vorstandsmitglieder, der 2. Vorsitzende Siegfried Winkelsträter, der Kassierer Richard Oswald und der Schriftführer Helmut Vogt, führten den Verein als Rumpfvorstand weiter. Die Jahreshauptversammlung sprach den verbliebenen Vorstandmitgliedern das Vertrauen aus, sodass Vorstands-Neuwahlen nicht erforderlich wurden. (Protokoll der GV 1992) Von den inzwischen 416 Vereinsmitgliedern waren bei dieser Generalversammlung 60 anwesend.

Sie beschlossen eine Satzungsänderung, durch die der heutige Vereinsname entstand und der § 11 zum Wissenschaftlichen Beirat neu gefasst wurde. Bei der Generalversammlung am 12.3.93 konnte der 2. Vorsitzende Siegfried Winkelsträter 73 der 483 Mitglieder begrüßen. Zum neuen Vereinsvorsitzenden wurde Prof. Dr. med. Klaus Jung gewählt. Sein Antrag, die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen, wurde diskutiert und die Beschlussfassung darüber auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung vertagt. (Protokoll der GV, 1993)

Zwischen Dezember 1993 bis April 1994 traten der Schatzmeister, der Schriftführer und zuletzt auch der 2. Vorsitzende zurück. Die ordentliche Mitgliederversammlung am 15. 4.1994 bereitete eine Arbeitsgruppe vor. Bei dieser Sitzung wurde die neue Vereinssatzung, die heute noch gültig ist, vorgestellt und genehmigt.

Der Haushaltsplan für 1995 (vgl. Aufstellung vom 14.1.1995) gibt Einblick in Einnahmen und Aufwendungen des Vereins Mitte der neunziger Jahre: Geplant wurde mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 102 000 DM. Zwei Drittel der Einnahmen stammten aus Mitgliedsbeiträgen, der Rest kam von den Sozialversicherungsträgern und vom Landessportbund sowie aus Spenden und Zinsen. Etwa 40% der Ausgaben gingen an die Übungsleiter und -leiterinnen, ca. 17,5% mussten für die Geschäftsstelle ausgegeben werden.

1995 standen dem Verein aus Bilanzreserven der Vorjahre und aus dem Jahr 1994 etwa 47 500 DM zur Verfügung, aus denen die Kosten für das zehnjährige Vereinsjubiläum entnommen werden sollten. Fast 30 000 DM der Gesamtreserve waren allein 1994 u. a. durch eine Beitragserhöhung eingenommen worden. Dem im April 1995 gewählten neuen Vorstand gehörten an: Prof. Dr. Klaus Jung als 1. Vorsitzender, Herbert Schulz als 2. Vorsitzender, Josef Lautenschläger als 1. Schatzmeister und Hans Fuchs als 1. Schriftführer. Dieser wurde ein Jahr später nach den Rücktritten von Prof. Jung und Herbert Schulz in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 24.5.1996 zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Die Jahre 1995 bis 2010

Für die Hauptversammlung 1994 hatte Herr Prof. Dr. Jung seinen Rücktritt angekündigt. Die Arbeit im Verein war geregelt und auch der finanzielle Stand des Vereins war sehr gut. Es war vorgesehen, dass der 2. Vorsitzende Herr Herbert Schulz als 1. Vorsitzender nachrücken sollte. Leider erlitt Herr Schulz kurz vor der Hauptversammlung einen Schlaganfall, der so schwer war, dass er von seinen Ämtern zurücktreten musste.

In einer außerordentlichen Hauptversammlung 1996 wurde dann Herr Hans Fuchs zum ersten Vorsitzenden gewählt. Die Vorstandsarbeit war ihm nicht unbekannt, war er doch seit der Hauptversammlung 1995 als 1. Schriftführer im Verein tätig. Die Jahre 1995 bis 2000 waren von zahlreichen Wechseln bei den Übungsleiter/innen und einem stürmischen Zulauf von neuen Mitgliedern geprägt.

Zeitweise hatten wir 45 – 50 potenzielle Mitglieder auf der Warteliste, da die vorhandenen Gruppen schon mehr Mitglieder hatten, als empfohlen war. Zum damaligen Zeitpunkt hatten wir, neben einer Präventionsgruppe für Herz/Kreislauf-Gymnastik, 12 Herzgruppen nach REHA. Davon bot eine Gruppe auch Schwimmen im Bad des Fachbereichs Sport an, weiter hatten wir fünf Wirbelsäulengymnastik- Gruppen, drei Gruppen für Krebsnachsorge, eine Arthrose-Gruppe, eine Gruppe für allgemeine Gymnastik und eine Schwimmgruppe für Asthma.

Die Übungsstunden in allen Herzgruppen waren und sind bis heute ärztlich überwacht, haben Notfallkoffer und Notfallplan. Die Übungsstunden fanden in verschiedenen Hallen auf dem Gelände der Universität statt. Außerdem hatten wir Zugang zu Schulturnhallen in Mainz: in der Goetheschule, in der Münchfeld-Schule, im Willigis-Gymnasium, in der Theodor-Heuss-Schule in Hechtsheim und im Neubrunnenbad. Darüber hinaus benutzten wir zeitweise Hallen in der GFZ-Kaserne und in der Kurmainz-Kaserne. Während der Schulferien musste der Sport in den Schulturnhallen ausfallen, da wir damals in den Ferien noch keinen Zugang und keine Schlüssel für die Hallen hatten.

Heute haben wir für viele Hallen Schlüssel bekommen, die wir in den meisten Fällen auch während der großen Ferien benutzen dürfen. Eine große Aufgabe über die Jahre war es, weitere Hallen für neue Gruppen zu bekommen. Wegen Aufgabe des Neubrunnenbades mussten wir in die Neutorschule und in die Halle in der Zitadelle umziehen. Wegen Renovierung der Münchfeld-Schule mussten wir in die Peter-Jordan-Schule/Berufsbildende Schule 1 und in die Martin-Luther-King-Schule wechseln. Das war nicht immer leicht und erforderte manches Zugeständnis der betroffenen Gruppen.

Leider hat die Stadt ein Problem mit dem Einhalten der Renovierungstermine und leider müssen noch viele weitere Schulen in den kommenden Jahren renoviert werden, was weitere Umzüge und Neuanfänge erforderlich machen wird. Andererseits freuen wir uns über die Unterstützung der in Mainz dafür zuständigen Sportamts und der Gebäudewirtschaft bei der Suche nach neuen Übungsstätten.

Ende 2001 und im Frühjahr 2002 hat in Mainz eine Reihe von Vorträgen über Sport für chronisch Lungenkranke mit großer Beteiligung von Presse und Fernsehen stattgefunden. Federführend dafür war die Deutsche Atemwegsliga, unterstützt durch ein Pharma Consult Unternehmen in Oppenheim. Prof. Dr. Jung, Sportmediziner im Fachbereich Sport der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, hat intensiv dabei mitgearbeitet und uns gebeten auch daran teilzunehmen. Von den anfänglich drei bestehen heute immer noch zwei Lungengruppen. Wir haben aus dieser Aktion 60 neue Mitglieder aufnehmen können.

Im Rehasport war es schon immer so, dass die Mitglieder bzw. der Verein für die nachgewiesenen Übungseinheiten einen Zuschuss der gesetzlichen Krankenkassen bekommen hat. Durch die Änderung der Sozialgesetzbücher im Oktober 2003 entstand eine vollkommen andere Situation.

Alle Herzpatienten, die in den gesetzlichen Krankenkassen versichert sind, bekommen auf Antrag ihres behandelnden Arztes 90 Übungseinheiten im Verlauf von max. 24 - 36 Monaten verordnet. Diese sind für den Rehateilnehmer kostenlos und werden auf Antrag und Nachweis dieser ÜE durch einen zertifizierten Verein mit € 6,30 vergütet. Im Gegenzug verlangen die Kassen, dass diese Teilnehmer ohne vorgeschriebene Mitgliedschaft im Verein am Sport teilnehmen dürfen.

Das erfordert eine umfangreichere Organisation und Kontrolle von allen betroffenen Personen (Übungsleiter/innen, Geschäftsstelle und den Schatzmeistern im Vorstand). Darüber hinaus mussten wir feststellen, dass viele der betroffenen Rehateilnehmer von den 90 verordneten Übungsstunden nur zwischen 25% und 50% tatsächlich auch besuchen.

Bedauerlich für den Verein ist die rückläufige Zahl von neuen Mitgliedern, die dadurch eintritt. Zum Jahreswechsel 2009/10 hatten wir 370 ordentliche Mitglieder und 41 nicht zahlende REHA-Mitglieder. Unsere Mitgliederzahl ist also deutlich zurückgegangen. Deswegen hat der Vorstand 2009 angefangen, bei Fach- und Hausärzten Plakate auszuhängen, um auf den Verein aufmerksam zu machen. Über die Zeit ist es in der einen oder anderen Sportgruppe immer wieder zu Mitgliederschwund gekommen. Der wirksamste Weg dieses zu ändern war bisher fast immer die Eigenwerbung von neuen Mitgliedern durch die betroffenen Gruppen selbst. Der Vorstand bedankt sich recht herzlich für den Einsatz der Mitglieder in diesen Gruppen.

 
Besucherzaehler
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü